Definition und Herkunft des Begriffes Jazz
Der Jazz ist eine Mischung aus afrikanischer und
afro-amerikanischer sowie europäischer Musikkomponenten. Seine
direkten Wurzeln stammen aus der geistlichen Musikform des 19.
Jahrhunderts. Im 20. Jahrhundert entwickelte sich der Jazz von
einer mehr oder weniger behutsamen Musik über eine mit einem Zusatz
von Swingklängen hin zu einer Kunstmusik. Die unterschiedlichen
Stilrichtungen weisen verschiedene Charakteren der Musik aus. Diese
zeichnen sich aus durch: Musikstücke ohne Vorbereitung, eine
spezielle Art mit Instrumenten zu spielen, sowie einen
traditionellen Stil des Jazz beizubehalten.
Kennzeichen des Jazz
Der Jazz baut seine Ordnung der verwendeten Töne auf europäischer Art auf und verwendet europäischen Inhalt und Harmonie. Musikalische Songformen sowie uns bekannte Instrumente (Trompete, Klavier, Gitarre, Oboe, große und kleine Trommeln,u.a.). Der Jazz nutzt die aus Europa stammende Musikkultur auf seine eigene Art und Weise. Ganz wichtig ist gefühlvolle Rhythmus, die intensive, spontanes wechselndes aufeinander einwirken und eine regelmäßige Tonbildung. Diese einzelnen Teile, insbesondere der Rhythmus, lassen sich auf das musikalische empfinden afrikanischer Musiktraditionen zurückführen. Auch der neuere Jazzstil weist einzelne Charakteren auf, die unverkennbar sind. Diese Kennzeichen gehören genauso dazu wie die alten Stilbildenden Melodie geprägten Töne:
- Improvisation
- Jazz-Rhythmik mit komplexen Struckturen
- eine spezielle Art der Tonbildung und Instrumentenbehandlung
- stilistische Einzigartigkeit einzelner Musiker
- ein Traditionsbezug auf vorhergegangene Stile der Jazzgeschichte
Zentrale Jazzstile
Als der Jazz bekannter wurde,entstand auch die erste Kritik und dann die Forschung. Sie versteht den Jazz nicht nur als Unterhaltung, sondern als kulturelle Leistung. Sie trug entscheidend dazu bei, dass der Jazz an Wertschätzung und Publikum zu nahm. So begann es, dass die Entwicklungen der 1940er Jahren, auch weltweite Anhänger fanden. Allerdings widersprach die Jazz-Kritik mit ihren Deutungen häufig dem afroamerikanischen Zugang der Musiker. Es entstand eine Reihe von Jazz-Stilen die folgendermaßen gedeutet wurden: die Entwicklung auf dem Blues, Gospel und Ragtime aus der Jazz-Geschichte, welche bis 1960er als richtige Entwicklung dargestellt wurde. Folgende Stile traten in Erscheinung:- New Orleans Jazz
- Dixieland Jazz
- Chicago Jazz
- Swing, Bebop, Cool Jazz / West Coast Jazz
- Hard Bop / East Coast Jazz
- Free Jazz
- Fusion / Rock Jazz
Ungefähr ab 1970 wuchs die Vielfalt von unterschiedlichen Stilrichtungen und die widersprüchliche Auffassung, worauf es im Jazz ankommt und welche Entwicklung alter oder eher neuerer Art sind. Auch die Meinung über entsprechende Musiker, welche als Bedeutend anzusehen sind, gehen in verschiedene Richtungen.
